MännerArt

 

  

Die Arbeitsgelegenheit "MännerArt" ist das passende Gegenstück zu "FrauenArt". Während die Frauen mit Stoffen  Kunstwerke gestalten, arbeiten die Männer vorwiegend mit Holz. Gerade entstehen kleine Stecktafeln mit weihnachtlichen Motiven, die für Kindergärten gedacht sind.

Die Kinder können Laubsägefiguren selbst bemalen und
zusammen mit einem Teelicht auf eine Tafel aufstecken. So gestalten sie hübsche Weihnachtsgeschenke für die Eltern. "MännerArt" hat das Design entwickelt und die Figuren vorbereitet.

An einem weiteren Arbeitsplatz in der Werkstatt zerbricht sich Klaus-Peter Hofmann den Kopf darüber, wie man das Dach der selbst gebauten Vogelhäuschen decken kann. "Fast alle hier haben vorher beruflich nicht mit
Holz gearbeitet. Da findet man sich aber schnell rein und merkt auf einmal, was in einem steckt. Vor allem macht es Spaß und man bekommt was zurück für seine Arbeit. Sie sollten mal die Kinder in den Kindergärten sehen, die die Vogelhäuser kriegen", strahlt Hofmann.

Klar seien die Teilnehmer am Anfang skeptisch, sagt Sabine Koch, Betreuerin der Arbeitsgelegenheit. "Viele sagen, dass sie für einen Euro noch nie gearbeitet hätten. Aber die meisten stellen schnell fest, dass es Spaß macht und ihnen weiterhilft", so Koch.

Die Kreativität der Männer sprudele nur so, "als hätte man eine Barriere weggenommen". Oftmals speise sich daraus die Motivation, auf neuen Wegen nach Arbeit zu suchen. Oder die Erkenntnis, dass man sich weniger zugetraut hat, als man tatsächlich kann.
 
 
Sowohl "MännerArt" als auch "FrauenArt" sind Modellprojekte, die bundesweit Schule machen sollen. Der Träger der Arbeitsgelegenheit, der Verein Zukunft Plus, stellt die Göttinger Projekte derzeit in ganz Deutschland bei den Arbeitsgemeinschaften (ARGEN) vor.

 




Träger der Arbeitsgelegenheit:

    Zukunft Plus e.V.